Montag, Juli 24, 2017

Sommergarten

Der ständige Wechsel zwischen Hitze und Regenschauern scheint meinem Garten ganz gut zu bekommen. Jedenfalls kommt mir vor, dass heuer alles besser wächst und blüht, als schon in manchem Jahr zuvor.
Storchenschnabel

Im Hochsommer sind meine verschiedenen Phloxsorten die Stars im Garten. Ich liebe diese Stauden, die kaum Pflege brauchen und trotzdem eine relativ lange Blütezeit haben.
Garten

Im Frühling bekommen sie einen organischen Staudendünger (vom Discounter) und dann kann ich sie mehr oder weniger vergessen. Bis sie mich dann mit ihren Blüten erfreuen.
Blumenbeet

Manche Sorten sind sehr standfest und brauchen keine Hilfe, andere bekommen eine Staudenstütze damit sie nicht am Boden liegen.
Phlox

Am liebsten mag ich die Sorte "Europa" mit ihren zartrosa Blüten und der pinken Mitte. Da sie nicht so hoch werden, müssen sie auch nicht gestützt werden.
Garten

Obwohl er sehr giftig ist, mag ich auch den Eisenhut sehr gerne und lasse die Pflanzen wachsen wo sie wollen. Heuer habe ich erstmals richtig viele davon, sodass sie im schattigen Gartenbereich für Farbe sorgen.
Gartengestaltung

Die dunkelblauen Blüten werden vor allem von Hummeln sehr gerne besucht, da anscheinend nur sie dazu in der Lage sind diese Pflanzen zu bestäuben (habe ich kürzlich im Fernsehen gesehen).
Garten

Ein toller Partner dazu ist die Pink Annabelle. Eigentlich hat mir diese Hortensie anfangs gar nicht so gut gefallen, aber heuer macht sie richtig was her.
Eisenhut

Vor kurzem habe ich die Samenstände von den Eisenhüten allerdings entfernt, da ich schön langsam genug Pflanzen im Garten habe! Außerdem verlängert man so die Blütezeit, da sich dann seitlich neue Rispen bilden können.
Eisenhut

Zwar nicht so auffällig wie andere Stauden und daher eher als Begleitpflanzen geeignet sind die Sterndolden. Aber sie gehören trotzdem zu meinen Lieblingspflanzen, da sie unvergleichliche Blüten haben und ebenfalls bis auf ein bisschen Dünger fast keine Aufmerksamkeit benötigen.
Astrantia

Astrantie

Bei den Astrantien sollte man regelmäßig das Verblühte entfernen, um die Neubildung von Knospen anzuregen. In der Praxis funktioniert das bei mir nur bedingt, da ich meistens viel zu spät zurückschneide.
Gartenpflanze

Gartenbeet

Diese Stauden sind bei Insekten sehr beliebt, sodass man einen kleinen Beitrag für den Fortbestand der Bienen leisten kann, wenn man sie im Garten hat. Ein Aspekt, der für mich sehr wichtig ist bei der Gartengestaltung.
Käfer

Freitag, Juli 14, 2017

Ein neues Kränzchen und ein kleines DIY

Könnt ihr euch noch an meinen Nigellakranz vom letzten Jahr erinnern? Nachdem er den ganzen Winter draußen war, war er wirklich nicht mehr schön und ich musste mir etwas Neues überlegen.
Blumenkranz

Da es mit der Aussaat anscheinend nicht so gut geklappt hatte, wuchsen nur ein paar Nigellapflanzen in den Beeten. Für einen neuen Kranz leider viel zu wenig.
Blumenkranz

Zum Glück musste ich den Frauenmantel zurückschneiden und da fiel jede Menge Schnittgut an. Da ich zuvor gelesen hatte, dass sich diese Pflanze auch gut trocknen lässt, habe ich einfach daraus einen neuen Kranz gebunden.
Frauenmantel

Noch ein neues Stoffbändchen dazu und fertig war mein Kranz. Im Winter wird er wieder in den Garten wandern, aber noch darf er unseren Wintergarten verschönern.
Blumenkranz

Frauenmantel mag ich total gerne und verwende ihn oft für kleine Blumensträußchen aus dem Garten.
Frauenmantel

Für meinen Geburtstag im Juni habe ich Zweige vom Pfeifenstrauch damit kombiniert. Das sah total süss aus, zumal die weißen Blüten so ähnlich wie Apfelblüten aussehen und die liebe ich ja!
Jasmin

Der Pfeifenstrauch wird auch falscher Jasmin genannt, weil er ähnlich aussieht aber leider nicht duftet.
Frauenmantel

Nun habe ich noch ein kleines DIY für euch. Kürzlich war ich zu einem sehr netten Nachmittag eingeladen und brauchte unbedingt ein Mitbringsel. Im Gartencenter habe ich diese tollen grauen Übertöpfe im Betonlook entdeckt.
Häkelübertopf

Die gefielen mir auch so ganz gut, aber das gewisse Etwas fehlte. Daher habe ich ein kleines Körbchen aus Paketschnur dafür gehäkelt und mit einem Label aus Snappapp verschönert.

Für so ein Köbchen häkelt ihr einfach in einen Luftmaschenring 6 Feste Maschen, die dann in jeder Runde um 1 Masche vermehrt werden. Dh. mann nimmt in jeder Runde 6 Feste Maschen zu. Wenn man den Topfdurchmesser erreicht hat, dann geht es mit Stäbchen weiter, jedoch ohne weitere Zunahmen. Nach 3 Reihen Stäbchen war mein Körbchen fertig und ich konnte mit der Hand das Snapppapp-Label aufnähen.
Häkelübertopf

Zum grauen Topf passen die grau-rosa Sukkulenten prima dazu. Sozusagen der passende Deckel für den Topf. ;-)
Dickblattgewächs

Freitag, Juli 07, 2017

Der schönste Gartenmonat

Für mich ist die schönste Zeit im Garten eindeutig der Juni! Da blühen meine Lieblinge, die Pfingstrosen und auch sonst sieht noch alles frisch und grün aus, was im Hochsommer bei anhaltender Trockenheit und wenn die ersten Stauden zurückgeschnitten wurden oft nicht mehr der Fall ist.
Paeonie

Durch die Hitzewelle im Juni war die Pfingstrosenblüte zwar nicht von langer Dauer, aber dafür umso schöner, da keine Blüten verregnet wurden.
Gartenbeet

Die ungefüllte Sorte habe ich zu Beginn meiner Gärtnerzeit mal beim Discounter gekauft. Sozusagen als Überraschungsei, denn da darf man meistens nicht nach den Bildern auf der Verpackung gehen. Aber sie hat sich als wunderschöne Pflanze entpuppt, die ich sehr gerne mag.
Paeonie

Ebenfalls schon sehr alt ist "Sarah Bernhard", die schon einen Umzug verkraften musste. Ich hatte sie am Anfang viel zu schattig gepflanzt. Anfängerfehler halt. :-) Aber seit sie genug Sonne hat, ist sie eine wahre Pracht.
Glockenblume

Es kommt selten vor, dass beide zur gleichen Zeit blühen, die ungefüllte Pfingstrose ist meistens etwas früher dran. Aber heuer hatte ich mal Glück!
Paeonie

Der Juni ist natürlich auch der Rosenmonat! Zwar sind die Rosen ein wenig meine Sorgenkinder (da habe ich auch viele Anfängerfehler gemacht!), aber trotzdem durfte ich mich über einige Blüten freuen. Die Apfelrose lässt mich ohnehin nie im Stich, ist immer die erste und sorgt mit ihren Hagebutten auch im Winter für etwas Farbe.
Apfelrose

Letztes Jahr habe ich mir die "Nostalgie" als Hochstämmchen gekauft und in einen Topf gepflanzt. Sie ist ganz ohne Schutz sehr gut durch den harten Winter gekommen und hat wirklich toll geblüht. Da sie öfterblühend ist darf ich mich wohl noch auf mehr freuen.
Gartenbeet

Den orientalischen Mohn wollte ich eigentlich nicht mehr haben, da die Pflanzen viel Platz brauchen und nach der kurzen Blütezeit schnell unansehnlich werden und Lücken im Beet hinterlassen. Da sie aber Pfahlwurzeln ausbilden (wie der Löwenzahn) habe ich beim Ausgraben anscheinend nicht alles erwischt und so sind sie wieder gekommen. Schön sind sie ja und wenn sie schon so hartnäckig sind, dann sollen sie halt bleiben.
Staudenmohn

Blühende Clematis findet man bei mir fast den ganzen Sommer über. Ich habe sehr viele verschiedene Sorten, die alle zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Links am Bild ist "Ville de Lyon" und rechts das müsste "Rouge Cardinal" sein.
Clematis Ville de Lyon

Am großen Rankturm wachen Clematis "Piilu", die gefüllte und ungefüllte Blüten hat und 4 weitere Sorten, die ich zugegebenermaßen gar nicht mehr alle zuordnen kann.
Waldrebe

Nun möchte ich euch noch ein wunderschönes Gartenbuch vorstellen. Früher habe ich mir viele Gartenbücher gekauft, aber mit den Jahren ist dieser Hype etwas abgeflaut und ich weiß gar nicht mehr, welches mein letztes war. 
Blumenbeet

"Frauen und ihre Gärten" ist ein wirklich gelungenes Gartenbuch, das ich jeder Gartenfee wärmstens empfehlen kann!

Die Gestaltung des eigenen Gartens ist die große Leidenschaft vieler Frauen, dem sie viel Zeit, Energie und Engagement widmen. Gerne lassen sie sich dabei inspirieren - von Büchern, von Reisen, von großen Vorbildern. Lange Zeit galt die architektonische Planung von Gärten eher als Männerdomäne. Doch gerade in jüngerer Zeit zeigen Frauen in der Gartengestaltung, dass ihre Gärten durch eine ganz eigene Handschrift und eigenen "weiblichen" Stil geprägt sind, der anderen Frauen gut als Vorbild dienen kann.

Das Buch stellt 14 bekannte Gartengestalterinnen aus 5 Ländern (Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich und England) vor, beschreibt, worin ihr jeweiliger Ansatz bei der Gartenanlage besteht, welche Kunstgriffe, Proportionen, Raumaufteilungen und Pflanzenkombinationen sie verwenden. Zugleich wird ihr privater Werdegang beschrieben, um den Hintergrund ihrer Gestaltungsauffassung besser zu verstehen. Insgesamt kann damit jede Leserin aus einer Fülle vorbildlicher Beispiele schöpfen und sie als Inspirationsquelle für ihren eigenen Garten einfließen lassen.
Gartenbuch

Man kann in dem Buch wunderbar eintauchen und Pläne für den eigenen Garten schmieden. Zu jedem vorgestellten Garten gibt es Skizzen, Pflanzbeispiele und natürlich viele Fotos. Außerdem verraten die Gärtnerinnen ihre Geheimnisse für einen schönen Garten. Egal ob Cottagegarten, moderner Garten oder Formschnitt-Garten, jeder kommt dabei auf seine Kosten. In Zeiten wo die Niederschläge immer weniger werden, fand ich das Kapitel "Präriegarten" besonders interessant.
Gartenbuch

Sehr gut gefällt mir das große Format und der Einband, denn auf hochwertige Bücher lege ich sehr viel Wert. Daher finde ich auch den Preis durchaus angemessen.
Rose

Ich könnte echt nicht sagen, welcher Garten mir am besten gefällt, aber ich mag es total gerne, wenn gleiche Pflanzen in größeren Gruppen vorhanden sind. In meinem Garten schaffe ich das leider nie (da steht mir meine Sammelleidenschaft im Weg), daher genieße ich die schönen Fotos ganz besonders.
Gartenbuch

Für mich ein absoluter Volltreffer in punkto Gartenbücher, das ich bestimmt noch ganz oft in die Hand nehmen werde. Herzlichen Dank an Randomhouse, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde!
Gartenbuch

Freitag, Juni 30, 2017

Sommer auf Balkonien

Dieses Jahr habe ich es endlich mal geschafft, unseren Balkon neu zu gestalten. Auch hier musste der Shabbylook weichen und neue Deko und ein anderes Tischchen sind eingezogen. Statt des verschnörkelten Eisentisches habe ich mir einen weißen schlichten Tablett-Tisch gekauft. Das war aber auch schon die einzige Neu-Investition.
Scandilook

Alles andere habe ich entweder selbst gemacht oder einfach vorhandenes aufgehübscht. Was am Balkon natürlich nicht fehlen darf sind Pflanzen! Hier stehen immer meine Kübelpflanzen, die im Dachboden überwintern müssen. Für ein wenig Farbe sorgt eine Perlagonie in pink.
Perlagonie

Bei der Hitze der letzten Wochen ist es tagsüber viel zu heiß, aber abends sitze ich gerne noch draußen und lese ein Buch oder genieße einfach die abendliche Ruhe.
Bodenkissen

Da sind viele Kissen natürlich unverzichtbar, die ich bei Regen schnell ins Schlafzimmer räumen kann. Das tolle Flamingo-Kissen habe ich selbst genäht und mit einem Spruch beplottet.
IKEA-Gartenbank

Perfekt passen dazu die grauen Sitzkissen und mein Libellenkissen von Esprit. Die Kombination rosa/grau/hellblau mit weiß finde ich klasse, vielleicht gestalte ich unsere Terrasse auch noch dementsprechend um.
Kissen

Die Kübelpflanzen haben durch den Kälteeinbruch im Frühling eine ganze Weile gebraucht, bis sie wieder halbwegs ansehnlich waren. Besonders die Feige hat mir Sorgen bereitet, aber mittlerweile ist sie regelrecht explodiert. Vielleicht habe ich ja Glück und sie bekommt heuer endlich mal Früchte!
Bodenkissen

Da ich mich nicht regelmäßig am Balkon aufhalte, müssen die Pflanzen pflegeleicht und vor allem trockenheitsverträglich sein. Da waren Sukkulenten meine erste Wahl! Habt ihr übrigens gewusst, dass auch Perlagonien leicht sukkulent sind?
Plotter

Die beiden Zitrusbäumchen haben nun wieder viele Blätter bekommen und stehen nicht mehr nackig rum. Leider blühen sie immer im Winter, wo dann durch den Lichtmangel die Blüten abfallen und keine Früchte ausgebildet werden. Schade, denn gerade Limetten mag ich sehr gerne!
Kübelpflanzen

Neulich gab es beim Discounter Aloevera und ich habe mir eine mitgenommen. Noch ist sie viel zu klein, aber irgendwann möchte ich sie für Kosmetik verwenden.
Balkon

Die andere Seite vom Balkon ist leider nicht so hübsch, bedingt durch die Klimaanlage. Mir ist leider noch nichts eingefallen, wie man das Gerät verbergen könnte und ehrlich gesagt, gerade in den letzten Wochen war ich auch heilfroh, dass wir sie haben! Da kann ich den Anblick gleich viel leichter ertragen.
Topfpflanze

Das Olivenbäumchen ist schon ziemlich alt und muss auch bei leichten Minusgraden draußen stehen. Ich räume es nur noch bei Dauerfrost ein und so wie es aussieht bekommt ihm das besser, als eine Überwinterung im zu warmen Dachboden. Als Abfallbehälter muss ein alter Alukochtopf herhalten. Das sieht gar nicht mal so schlecht aus.
Balkon

Zum Schluss noch der Ausblick, den ich abends am Balkon genießen kann. Leider sind links die großen Bäume im Weg, sonst könnte man weit ins Gebirge rein sehen.
Aussicht